Zuletzt aktualisiert: September 16, 2021

Erfolgreiche Unternehmen der Gegenwart setzten in der Regel nicht nur auf ein einziges Produkt bzw. eine Dienstleistung. Um verschiedene Zielgruppen ansprechen zu können, ist ein eindimensionales Portfolio in den seltensten Fällen ein zielführender Ansatz. Die vielseitigen Kundenbedürfnisse des Jahres 2021 erfordern ein vielseitiges und vor allem auch innovatives Angebot.

Damit die entsprechenden Produkte jedoch auch vermarktet und anschließend verkauft werden können, ist eine intensive Betreuung unbedingt notwendig. Strategische Entscheidungen müssen in diesem Zusammenhang getroffen werden. Damit diese Vorgänge jedoch gewissenhaft erfolgen und kein Chaos entsteht, stellen Betriebe für gewöhnlich Produktmanager für die individuelle Betreuung ein.

[lwptoc]

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Produktmanager ist ein von Verantwortung geprägter Beruf. Von der Planung bis zum Vertrieb eines Produkts sind jene Personen für jeden Teilprozess verantwortlich.
  • Die Ausbildung zum Produktmanager kann auf mehrere Arten erfolgen. Mit einem absolvierten Hochschulabschluss sind jedoch höhere Gehälter verbunden.
  • Mit der Berufung als Produktmanager kannst du auf äußerst flexible Karrieremöglichkeiten vorausblicken. Da die Teilaspekte in so ziemlich jeder Industrie erforderlich sind, kannst du mit deinem Fachwissen fast problemlos Branchen wechseln.

Definition: Was ist ein Produktmanager?

Beim Beruf des Produktmanagers handelt es sich um eine äußerst verantwortungsvolle Tätigkeit. In diesem Rahmen bist du vollständig dafür verantwortlich, dass ein ausgewähltes Produkt die notwendige Aufmerksamkeit erhält. Der Aufgabenbereich erstreckt sich von der Planung bis hin zur Vermarktung – du bist somit in jeden Prozess vollständig integriert.

In einigen Fällen kann es auch vorkommen, dass der Zyklus eines Produktes mehr Abteilungen als gewöhnlich umfasst. In solchen Situationen ist ebenfalls dein Können und Geschick als Produktmanager gefragt. Nicht nur der Vertrieb nach außen ist dein Verantwortungsbereich – ein erfolgreiches Durchlaufen der Betriebsstrukturen gilt hier ebenfalls als wichtige Voraussetzung.

Ratgeber: Fragen zum Beruf und Gehalt des Produktmanagers, deren Antworten du kennen solltest

Wird der Beruf des Produktmanagers angesprochen, sind die Dimensionen dieser Tätigkeit nicht immer eindeutig abzuschätzen. Falls du Interesse an jenem Job entwickelt haben solltest, bieten dir unsere anschließenden Eckdaten eine optimale Grundlage für eine zukünftige Entscheidung.

Welche Aufgaben muss ein Produktmanager erfüllen?

Möchtest du deinen Berufsalltag mit möglichst viel Abwechslung gestalten, ist der Job Produktmanager möglicherweise ideal für dich geeignet. Dein Aufgabengebiet umfasst Planungen, strategische Entscheidungen sowie auch Recherchen und Vermarktungen. In weiterer Folge wollen wir dir diesbezüglich allerdings einen etwas genaueren Überblick verschaffen.

Aufgaben in der Entwicklung

Wie bereits zu Beginn angesprochen, bist du als Produktmanagers bereits am Anfang des Produktzyklus mit dabei. Dies bedeutet, dass auch bereits in der Entwicklungsphase dein fachspezifischer Input gefragt ist. Hier ist entscheidend, dass du auf eine möglichst detaillierte Kommunikation setzt. Arbeitest du beispielsweise mit Ingenieuren oder Programmierern zusammen, sind sie auf deine Angaben und Infos angewiesen.

Zu den wichtigsten Aufgaben während der Entwicklungsphase gehören auch Testungen. Als Produktmanager musst du neben Prototypen auch Vor- und Nullserien möglichst genau unter die Lupe nehmen. (Bildquelle: unsplash.com / Nicolas Thomas)

Anhand jener Testungen liegt es auch an dir, wichtige Kenntnisse daraus zu gewinnen. Nicht nur du musst mit dem Produkt zufrieden sein – falls Änderungen notwendig sind, solltest du sie detailliert und verständlich an das Entwicklerteam weitergeben. Diesen Prozess musst du üblicherweise so lange wiederholen und überwachen, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wird.

Damit die Entwicklungsphase auch möglichst effizient ablaufen kann, sind die zuständigen Personen des Betriebs üblicherweise auf Rohmaterial angewiesen. Die Lieferung und Bestellung dieser Materialien obliegt ebenfalls dir – kümmerst du dich nicht rechtzeitig darum, wirst du deinen Arbeitgeber unnötig Zeit und Geld kosten.

Grundsätzlich solltest du dir vor Augen führen, dass diese Phase üblicherweise den Großteil des Produktzyklus ausmacht.

Aufgaben vor dem Marketing

Damit ein möglichst erfolgreiches Produktpotenzial entstehen kann, sind oft neue Innovationen gefragt. Als Produktmanager musst du daher möglichst umfangreiche Marktanalyse betreiben. Basierend auf ungelösten Problemen oder nicht erfüllten Bedürfnissen, müssen neue Ideen für Produkte von dir vorgestellt werden.

Um die dafür notwendigen Voraussetzungen zu besitzen, musst du stets wachsam sein. Die Grundlage für neue Produktideen entwickeln sich üblicherweise aus:

  • Veränderungen des Zielmarktes
  • Entstehung neuer Trends
  • Aktivitäten der Konkurrenz

Dabei ist es auch notwendig, dass du den Kontakt mit bestehenden und auch potenziellen Kunden suchst. Recherchen im Internet, ausgewertete Daten und ebenso eigene Umfragen sind Teil deines Aufgabengebiets. Im Falle bestehender Kunden musst du insbesondere auf Bewertungen und mögliche Reklamationen Acht geben. Außerdem solltest du in der Lage sein, aus deinen eigenen gesammelten Daten die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Aufgaben in Kombination mit dem Marketing

Das Kollektiv an Informationen aus jener Analyse dient dir anschließend als Grundlage für die Erstellung eines marktkonformen Vertriebs. In diesem Zusammenhang kann es auch vorkommen, dass du entweder mit der betriebsinternen Marketingabteilung oder einer externen Agentur zusammenarbeiten musst. Hierbei steht im Vordergrund, die gewünschten Zielgruppen möglichst effektiv anzusprechen.

Die Auswahl der Kanäle ist ein entscheidender Aufgabenbereich.

Nicht nur der Inhalt deiner Botschaften ist entscheidend. Welche Mechanismen und Kanäle du zur Vermittlung deiner Botschaften nutzt, spielt zusätzlich eine entscheidende Rolle. E-Mail-Marketing oder Anzeigen über soziale Medien sind zwar grundsätzlich nützliche Werkzeuge – ob sie mit deinem Produkt harmonieren solltest du vorab gründlichst hinterfragen.

Eine Strategie nutzt dir allerdings nicht viel, wenn dein Produkt nicht bzw. nur schwer zugänglich ist. Aufgrund dessen musst du als Produktmanager auch dafür sorgen, dass die richtigen Vertriebswege ausgewählt werden.

In diesem Zusammenhang ist es auch notwendig, abschließende Erkenntnisse zu gewinnen. Ist die Kampagne vorüber, werden die gesammelten Ergebnisse möglichst genau in Form eines Reports zusammengefasst. So kannst sowohl du als auch deine Kollegen aus zukünftigen Werbeaussendungen mehr Kapital schlagen.

Aufgaben während des gesamten Zyklus

Als Produktmanager bist du somit für diverse Teilbereiche zumindest mitverantwortlich. Allerdings musst du diesbezüglich auch eine eher allgemeine Zuständigkeit berücksichtigen. Du solltest dich auch stets darum bemühen, dass der gesamte Zyklus zeitgerecht fertiggestellt wird – laufendes Projektmanagement gehört somit auch zu deinen Teilaufgaben.

Bereits von Anfang an musst du daher festlegen, welcher Aufgabenbereich wann beginnt und wann er zu Ende sein muss. In diesem Zusammenhang kann es selbstverständlich vorkommen, dass unerwartete Ereignisse den Prozess bremsen. Deswegen sind alle Beteiligten ebenfalls auf deine Führungsinitiative und deine Ideen zur Anpassung angewiesen.

Während der gesamten Projektdauer obliegt dir auch die finanzielle Verantwortung. Mögliche Kosten und Erträge musst du daher zusätzlich vorab berechnen. Die Zahlen müssen genau wie die laufenden Prozesse regelmäßig geprüft werden – Anpassungen durch negative Zufälle sind ebenfalls von dir anzupassen.

Welche Ausbildung muss für den Beruf des Produktmanagers absolviert werden?

Um den Berufseinstieg als Produktmanager wagen zu können, musst du ein passendes Fachwissen mitbringen. Ein Studium kann sich entsprechend auszahlen – allerdings wirst du einen spezifischen Hochschulbachelor- oder -Master nicht finden. Stattdessen kannst du dir die erforderlichen Kenntnisse über einen gesetzten Schwerpunkt aneignen.

Über ein wirtschaftliches Studium ist der Weg zum Produktmanager üblicherweise am sinnvollsten. Marketing, Vertrieb, Sales, Betriebswirtschaften und ähnliche Ausbildungen besitzen üblicherweise einen Schwerpunkt in Richtung Produktmanagement. In Kombination mit absolvierten Praktika ergeben sich dadurch üblicherweise die besten Einstiegschancen.

Um diesen Beruf zu ergreifen, musst du allerdings nicht unbedingt den akademischen Weg beschreiten. Falls du sofort nach der Schule den Berufseinstieg in die Wege leiten möchtest, kannst du dies im Falle einer kaufmännischen Ausbildung deutlich schneller tun. Das wirtschaftliche Grundwissen sowie auch der Kundenkontakt ist in jenem Fall schließlich kein fremdes Terrain.

In diesem Zusammenhang lohnt es sich, zusätzlich eine Weiterbildung zum Projektmanager zu absolvieren. Jene Lehrgänge werden im Normalfall mit einer Diplomprüfung und entsprechendem Zeugnis abgeschlossen. Da solche Ausbildungszweige oft nur ein Jahr in Anspruch nehmen, kannst du deinen beruflichen Traum deutlich schneller verwirklichen. Hier sollte dir jedoch bewusst sein, dass ein akademischer Abschluss unter Umständen einen besseren Verdienst bewirken.

Welche Prognosen sind zum Gehalt des Produktmanagers möglich?

Der Produktmanager gehört zu jenen Berufen, welche in naher Zukunft wohl nicht so schnell wegzudenken sind. Dementsprechend gut sind die Verdienstmöglichkeiten, die du in jenem Tätigkeitsfeld vorfinden kannst. Bereits als junger Einsteiger mit noch überschaubarer Erfahrung kannst du jährlich schon über 30.000 € brutto in Deutschland verdienen.

Um einen möglichst lukrativen Einstieg zu erhalten, solltest du dich daher bereits während des Studiums nach praktischer Erfahrung umsehen. Je mehr du beim Anschreiben vorweisen kannst, umso eher wirst du in die engere Auswahl potenzieller Kandidaten inkludiert. Außerdem sind Gehaltssprünge deutlich schneller und mit mehr Zusatzverdienst möglich.

Ein zusätzliches Kriterium, mit welchem du deine Gehaltschancen verbessern kannst, ist der Grad deiner Ausbildung. Wie wir bereits zuvor thematisiert haben, ist der Einstieg ohne Studium im Normalfall mit weniger Gehalt verbunden. Jedoch ist auch als akademischer Absolvent ein wichtiges Detail entscheidend.

Als Masterabsolvent verdienst du grundsätzlich mehr als mit einem Bachelor-Abschluss.

Die durchschnittlich errechneten Zahlen sprechen hier eine eindeutige Sprache. Mit einem höheren Universitätsabschluss steigt das Durchschnittsgehalt von 40.000 auf 46.000 € im Vergleich zum Bachelor-Abschluss. Hast du jedoch bereits einige Praktika absolviert, kannst du dir den Unterschied möglicherweise auch schnell wieder erarbeiten.

Wie viel Gehalt dir dein Arbeitgeber tatsächlich auszahlen kann, ist oft von einer Vielzahl an Variablen abhängig. Dazu zählt beispielsweise deine bisher gesammelte Berufserfahrung. (Bildquelle: unsplash.com / Markus Spiske)

Als Produktmanager bist du nicht auf eine bestimmte Branche festgelegt. Positionen dieser Art werden in unterschiedlichsten Betrieben besetzt – und auch unterschiedlich bezahlt. Insbesondere die Betreuung von Produkten im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich sind mit hohen Gehältern versehen. Die teilweise mit über 6.000 € dotierten Monatsgehälter erfordern jedoch auch deutlich mehr Arbeitsleistung.

Die tatsächliche des Produktmanager-Gehalts hängt auch mit Rahmenbedingungen des Betriebs zusammen. Hier herrscht ein großer Unterschied zwischen familiären Betrieben und Großkonzernen. In letzterem Fall liegt der Schnitt bei etwa 5.500 € monatlich. Der Unterschied auf Firmen bis zu 500 Angestellten beläuft sich dabei fast auf 2.000 €.

Auch der Standort kann deinen Verdienst als Produktmanager beeinflussen. Regionen der ehemaligen BRD liefern mit Schnitten von etwa 5.000 € die besten Voraussetzungen. Der Unterschied zu Bundesländern des ehemaligen Ostens beträgt teilweise knapp 1.500 € brutto monatlich.

Welche Soft Skills sollte ein Produktmanager vorweisen können?

Um den Alltag als Produktmanager erfolgreich zu absolvieren, bietet die fachliche Ausbildung eine essenzielle Grundlage. Auf diese Kenntnisse alleine wirst du dich jedoch nicht verlassen können. Soft Skills und Hard Skills gehen Hand in Hand –  vor allem bei einem verantwortungsvollen Job wie des Produktmanagers.

Wie du bereits zu Beginn feststellen konntest, ist in diesem Zusammenhang auch die Kommunikationsfähigkeit ein entscheidender Punkt. Deine Vorstellungen, Wünsche und Anregungen müssen jedoch nicht nur verständlich übermittelt werden. Sprichst du mit deinen Kollegen, muss ein motivierender Stil gefunden werden. Wird die Autorität nämlich angezweifelt, leidet der Prozess auf lange Sicht in jedem Fall.

Als Produktmanager solltest du keinesfalls die Bedeutung von Englischkenntnissen unterschätzen. In Zusammenhang mit Lieferanten oder auch neuen Zielmärkten ist dieser Soft Skill von entscheidender Bedeutung. (Bildquelle: unsplash.com / fresstocks)

Kundenorientierung ist ebenfalls ein zentraler Punkt, der zum Fähigkeitenrepertoir erfolgreicher Produktmanager gehören muss. Obwohl du zwar deinem Arbeitgeber möglichst große Umsätze bescheren sollst, muss die Zufriedenheit des Kunden stets im Vordergrund stehen. Um langfristige Erfolge zu verzeichnen, müssen diese Aspekte nämlich in Kombination behandelt werden.

Wie bereits erwähnt, fällt auch das Projektmanagement in deinen Aufgabenbereich. Damit alle Beteiligten organisiert arbeiten können, solltest du ebenfalls ein hohes Maß an Selbstorganisation vorweisen können. Ansonsten leidet nicht nur deine Glaubwürdigkeit als Autoritätsperson. Arbeitest du selbst schlampig werden diese Voraussetzungen wohl auch auf deine Mitarbeiter übertragen – Verzüge sind in diesem Zusammenhang wohl unausweichlich.

Was ist über die Zukunftsaussichten des Berufes Produktmanager zu sagen?

Wie wir bereits zu Beginn erwähnt haben, handelt es sich beim Beruf des Produktmanagers um eine Tätigkeit der Zukunft. Der “Unternehmer im Unternehmen” wird von immer mehr Firmen ausgeschrieben. Laut einer Studie aus dem Jahr 2016 stieg die Anzahl verfügbarer Jobs im Vergleich zum Vorjahr um über 2.000 neue Stellen an – die Tendenz prognostiziert ein noch weiter wachsendes Interesse.

Die steigende Nachfrage für dieses Berufsbild ist unter Anderem durch das breite Tätigkeitsspektrum zu erklären. Speziell durch den wachsenden Einfluss der Digitalisierung setzen viele Unternehmer bereits jetzt auf eine starke Reduktion der Personalabhängigkeit. Als Produktmanager werden dir die Fachkenntnisse im Marketing, Vertrieb, Projektmanagement und auch dem Finanzcontrolling daher zugutekommen.

Fazit

Als Produktmanager wartet ein spannender Berufsalltag auf dich. Es ist ständig Abwechslung geboten, du musst dich laufend neuen Herausforderungen stellen und du kannst dein Fachwissen kontinuierlich erweitern – und all das wird mit spannenden Verdienstmöglichkeiten abgerundet. Durch das vielseitig anwendbare Fachwissen kannst du dich dadurch zu einem besonders wertvollen Mitarbeiter deines Arbeitgebers entwickeln.

In diesem Kontext muss dir aber auch bewusst sein, dass einiges von dir gefordert sein wird. Die von uns thematisierten Bereiche können in ausgewählten Fällen sogar nur einen ausgewählten Teil deines Aufgabenspektrums darstellen. Bei einer Entscheidung für diesen Job solltest du dich deswegen nicht ausschließlich den Gehaltsperspektiven leiten lassen. Hohe Verantwortung muss dir liegen – ansonsten kann die Karriere schneller vorbei sein als dir lieb ist.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.absolventa.de/jobs/channel/produktmanagement/thema/beruf

[2] https://peterkairies.de/wp-content/uploads/Produktmanagement_mit_Zukunft.pdf

Bildquelle: 123rf.com / Aleksandr Khakimullin

Warum kannst du mir vertrauen?

Testberichte