Zuletzt aktualisiert: September 16, 2021

Mit dem Beginn der Digitalisierung und Globalisierung hat sich einiges in der Welt der Arbeit getan. Vor allem Arbeitnehmer müssen meist zeitlich, als auch lokal flexibel sein, um für Arbeitgeber attraktiv zu sein. Aufgrund dieser ausreichenden Möglichkeiten der heutigen Zeit träumen so Manche von einem Umzug in fremde Länder.

Um dir diesen Traum auf lange Sicht erfüllen zu können benötigst du zumeist auch einen neuen Arbeitsplatz in dem Land deiner Wahl. Hierbei hat jedes Land seine eigene Politik und Handhabung mit ausländischen Arbeitern, welche meist nicht so leicht zu durchschauen sind.

In unserem folgenden Artikel möchten wir dir ausreichende Informationen am Beispiel der USA geben. Wir werden dir erklären was du benötigst und vor allem, welche Aspekte sich eindeutig vom Leben und Arbeiten in Deutschland unterscheiden. Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen!

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Nicht-Staatsbürger der USA brauchst du eine Aufenthaltsgenehmigung sowie eine Arbeitserlaubnis, um legal in dem Land arbeiten zu dürfen. Diese Arbeitserlaubnis ist meist zeitlich begrenzt und mit Voraussetzungen verbunden.
  • Wenn du im Ausland arbeitest, musst du deine Krankenversicherung anpassen, da du sonst im Notfall keinen Versicherungsschutz hast.
  • Den größten Erfolg bei der Jobsuche wirst du haben, wenn du einen essenziellen Bereich wählst, in welchem immer Arbeitnehmer gesucht werden, beispielsweise in der Gastronomie oder im IT-Bereich.

Hintergründe: Was du über das Thema Arbeiten in den USA wissen solltest

Bevor du dir fest in den Kopf setzt in den USA arbeiten zu wollen, solltest du dich ausgiebig darüber informieren, auf was dabei zu achten ist. In diesem Kapitel wollen wir dir alle Informationen dazu geben, welche Voraussetzungen für ein Leben in den USA notwendig sind.

Was benötige ich, um in den USA arbeiten zu können?

Anders als in den EU-Staaten ist es deutschen Bürgern außerhalb der EU nicht einfach erlaubt, ohne großen bürokratischen Aufwand in ein anderes Land wie die USA zu ziehen und dort zu arbeiten. Um dies tun zu können, brauchst du ausnahmslos eine Aufenthaltsgenehmigung und eine Arbeitserlaubnis.

Natürlich solltest du dir schnellstmöglich einen festen Wohnsitz aneignen, da sonst die Jobsuche schwierig werden könnte, jedoch ist das keine obligatorische Voraussetzung für ein Leben in den USA.

Welche Arten von Arbeitserlaubnissen existieren für die USA?

Die wohl bekannteste Art der Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung ist die Greencard. Aber auch andere Formen von Visa sind für einen Aufenthalt in der USA erhältlich. All diese Genehmigungen haben ihre eigenen Voraussetzungen um beantragt werden zu können.

In dieser Tabelle möchten wir dir alle Arten von Arbeitserlaubnissen darstellen inklusive dessen Vor- und Nachteilen.

Nachfolgend möchten wir dir jeden Aspekt kurz erläutern.

Greencard

Die Greencard gilt als das meist angestrebte Ziel für Einwanderer der USA, die in diesem Land leben und arbeiten möchten. Sie ist ab dem Erhalt unbegrenzt gültig und bietet dir eine freie Berufswahl. Inhaber einer Greencard haben die Möglichkeit ihre Familie zu sich zu holen, indem diese auch berechtigt sind diesen Antrag zu stellen. Auch die Einreise in die USA geht wesentlich schneller und schon nach kurzer Zeit könntest du eine Staatsbürgerschaft beantragen.

Wenn du eine Greencard besitzt, dann kannst du in jedem Beruf arbeiten und auch die Einreise in die USA wird dir damit erleichtert. (Bildquelle: 123rf / leekris)

Wer jedoch eine Greencard beantragen möchte, muss einige Voraussetzungen erfüllen. Der Faktor, der hierbei nicht beeinflussbar ist, ist das Herkunftsland. Es gibt einige Länder, welche durch die hohe Einwanderungsrate von dem Erwerb einer Greencard ausgeschlossen sind und diese auch nie bekommen werden. Außerdem ist der Prozess der Beantragung relativ komplex und dauert sehr lange.

Man kann eine Greencard in der Lotterie gewinnen.

Des Weiteren ist nur eine geringe Anzahl von Greencards verfügbar. Je nach der momentanen politischen Gangart, werden mehr oder weniger Greencards in Aussicht gestellt.

E1-Visum

Das E1-Visum ist ideal für Selbstständige oder Mitarbeiter eines US-Unternehmens, welche längerfristig in den USA bleiben möchten. Dieses Visum kann unbegrenzt verlängert werden und deutsche Staatsbürger können dieses problemlos beantragen.

Der einzige nennenswerte Nachteil bei diesem Visum ist die eingeschränkte Berufswahl. Das anstellende Unternehmen muss zu 50 % amerikanisch sein und der Mitarbeiter sollte eine pendelnde Funktion zwischen dem Vertragsland und dem Handelsland haben.

E2-Visum

Mit einem E2-Visum erhält man die gleichen Vorteile wie beim E1-Visum. Einziger Zusatz ist die Möglichkeit einer Greencard-Beantragung.

Dieses Visum ist allerdings nur für Personen gedacht, welche vorhaben ein Unternehmen in den USA zu gründen oder für Personen, welche in ein amerikanisches Unternehmen monetär Investieren möchten.

L1-Visum

Das L1-Visum ist hilfreich für Personen, welche vor allem im Non-Profit Bereich arbeiten wollen. Ansonsten ist das Visum für alle Unternehmer da, welche nicht in die Kategorie „E“ fallen.

Auch die lange Laufzeit des Visums von 7 Jahren ist sehr positiv.

Negativ ist zu betrachten, dass normale Arbeitnehmer für dieses Visum nicht infrage kommen. Dieser Visa-Typ ist nicht verlängerbar und nach 7 Jahren muss man Ausreisen. Es herrscht weiterhin eine Visa-Sperre von einem Jahr danach.

H-1B-Visum

Das H-1B-Visum wird in den meisten Fällen von Berufsgruppen wie Medizinern oder Models genutzt. Es ist bis auf maximal 6 Jahre erweiterbar und erfordert ansonsten keine besonderen Anforderungen des Beantragenden.

Mit einer Erstausstellung von 3 Jahren ist das Visum vergleichbar etwas kürzer. Um für dieses Visum außerdem infrage zu kommen wird ein Bachelor-Abschluss oder etwas Gleichwertiges erwartet.

H-2B-Visum

Das H-2B-Visum ist das kürzeste verfügbare Arbeitsvisum und wird meist nur für ein befristetes Projekt genutzt. Es wird lediglich vorausgesetzt, dass du als potenzieller Arbeitnehmer auch die Fähigkeiten besitzt, diese Arbeitsstelle auszufüllen.

Dieses Visum enthält keine großen Nachteile. Zwar ist die Gültigkeit mit zunächst maximal einem Jahr sehr kurz, jedoch lässt sich dieses auf bis zu drei Jahre erweitern. Bei der Beantragung ist jedoch darauf zu achten, dass du den Staaten und Ländern zugehörig bist, welche so ein Visum beantragen dürfen.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen, wenn ich ein Visum für die USA beantragen möchte?

Für deinen Aufenthalt außerhalb der EU benötigst du ein Visum. Dieses Visum bzw. die generelle Beantragung von Unterlagen bei Ämtern oder Botschaften sind immer mit Kosten verbunden.

In der folgenden Tabelle möchten wir dir zeigen mit welchen Kosten du als Arbeitnehmer rechnen musst, wenn du in den USA arbeiten willst.

  • Greencard: 325 bis 345 US-Dollar
  • E1-Visum: 205 US-Dollar + Gebühr (variiert)
  • E2-Visum: 205 US-Dollar + Gebühr (variiert)
  • L1-Visum: 190 US-Dollar + Gebühr (variiert)
  • H-1B-Visum: 190 US-Dollar + Gebühr (variiert)
  • H-2B-Visum: 190 US-Dollar + Gebühr (variiert)

Abgesehen von der Greencard, ist jedes Arbeitsvisum mit weiteren Kosten verbunden. Diese werden allerdings zumeist vom Arbeitgeber getragen. Auch eine Beschleunigung des Verfahrens ist gegen eine Gebühr in einem Zeitraum von 15 Kalendertagen möglich.

Was muss ich über die Beantragung von Unterlagen beachten, wenn ich in den USA arbeiten möchte?

Wie beantrage ich die benötigten Unterlagen?

Um ein Arbeitsvisum für die USA beantragen zu können, sind einige Vorbereitungen vonnöten. Diverse Unterlagen erhältst du in bestimmten Institutionen, meist im US-Konsulat. Abhängig vom benötigten Visum könnte es sein, dass noch weitere Institutionen an dem Prozess beteiligt sind.

Diese wären:

  • US-Einwanderungersbehörde (UCSIS)
  • US-Department of Labour
  • US-Berufsorganisationen
  • Evaluierungs-Services

Die Abwicklung der beantragten Visa findet schlussendlich in den US-Botschaften im eigenen Land statt. Für Deutschland sind das die Botschaften in den Städten Berlin, München oder Frankfurt am Main.

Seit 2001 muss der Antragssteller immer persönlich zum Interview erscheinen. (Bildquelle: 123rf / luckybusiness)

Das erste Ziel bei der Beantragung eines Visums, ist die Vereinbarung eines Interviews in der US-Botschaft. Neben einer optionalen Petition vom Arbeitgeber, bei L1- und H-1B-Visum, ist das Ausfüllen des DS-160 Antrages notwendig. Zusätzlich muss auf der Internetseite der Botschaft ein Profil angelegt werden, welches der Terminvereinbarung und der Zahlung dient.

Bevor du zu deinem Interview erscheinen darfst, musst du im Besitz einer Terminbestätigung sein und die Gebühr von 190 bis 345 € entrichten. Zum Termin selbst sind zusätzlich in der Regel der Reisepass und die Bestätigungsseite des DS-160 Formulares mitzubringen. Je nach Antragsland können mehrere Unterlagen verlangt werden.

Bei Ablehnung deines Antrages wird die gezahlte Visum-Gebühr nicht zurückgezahlt.

In den meisten Fällen wird direkt im Interview eine Entscheidung über die Bewilligung des Antrages gefällt. Wenn der Beamte ein Visum ausstellt, behält er vorerst deinen Reisepass, welcher dann per Einschreiben, inklusive gültigem Visum, an die angegebene Adresse geschickt wird.

Wann müssen die Unterlagen beantragt werden?

Der Beantragungszeitraum eines US-Visums kann stark variieren. Er hängt hauptsächlich von der Kategorie des Visums ab und von dem Zeitpunkt der Beantragung.

Auch das Land, in dem der Antrag bearbeitet wird, der generelle Aufwand sowie die Menge der momentan beantragten Visa kann eine große Rolle spielen. Der Zeitraum kann hierbei von 2 Wochen bis 4 Monaten reichen.

Wie lange sind die Visa gültig?

Die Gültigkeit nahezu aller Visa sind zeitlich begrenzt. Manche davon können jedoch nahtlos verlängert werden, solange man die Voraussetzungen erfüllt und dies rechtzeitig in Angriff nimmt. Die folgende Aufzählungsoll dir eine kurze Übersicht geben wie lange die bereits genannten Arbeits-Visa gültig sind.

  • Greencard: unbegrenzt gültig
  • E1-Visum: 2 bis 5 Jahre gültig, unbegrenzt & nahtlos verlängerbar
  • E2-Visum: 2 bis 5 Jahre gültig, unbegrenzt & nahtlos verlängerbar
  • L1-Visum: 7 Jahre gültig, nach einem Jahr wieder verlängerbar
  • H1-B-Visum: 3 Jahre gültig, max. 6 Jahre verlängerbar
  • H2-B-Visum: 1 Jahr gültig, max. 3 Jahre verlängerbar

Falls du dich ohne gültige Unterlagen in den USA aufhältst, droht dir eine sofortige Ausweisung sowie eine Einreise-Sperre. Diese kann je nach Land variieren beginnt aber meist ab mehreren Monaten.

Wie finde ich in den USA einen Job?

Die Jobsuche in den USA unterscheidet sich nicht von anderen Ländern. In der heutigen Zeit werden Arbeitsstellen zumeist online inseriert und auch beworben wird sich eher digital. Folgende Plattformen sind hierbei hilfreich.

  • xing.com
  • linkedin.com
  • auslandsjob.de

Natürlich ist auch bei der Jobsuche der analoge Weg über Annoncen in der Zeitung möglich.

Wie sieht eine amerikanische Bewerbung aus?

Sobald ein geeigneter Posten gefunden wurde, startet jetzt mit der Bewerbung der wichtigste Aspekt. Diese unterscheidet sich grundlegend von einem deutschen Bewerbungsschreiben. So enthält eine amerikanische Bewerbung lediglich einen Lebenslauf und ein Anschreiben.

Außerdem sind einige Daten für amerikanische Unternehmen irrelevant. Diese sind das Bewerbungsfoto, das Geschlecht, die religiöse Zugehörigkeit, das Alter, eine Unterschrift oder der Familienstand. Das wurde vor allem durch die strengen Anti-Diskriminierung-Gesetze beeinflusst.

Folgende Punkte muss dein Lebenslauf enthalten:

  • Persönliche Details
  • Ausbildung
  • Erfahrungsschatz
  • Karriereziel
  • Besondere Fähigkeiten

Der Wortlaut deines Anschreibens sollte ausdrucksstark Formuliert sein. Deine Ziele und Absichten sollen klar herauslesbar sein und deine Wortwahl professionell und ausgeschmückt. Vermeide hierbei simple Wörter und achte penibel auf die richtige Schreibweise und Grammatik.

Vermeide Schachtelsätze in deiner Bewerbung, diese sind in der englischen Sprache untypisch.

Nach einem Job-Interview ist es in den USA selbstverständlich einen „Dankeschön-Brief“ an das Unternehmen zu senden. Hierbei ist es sinnvoll sich bei dem Gespräch die Visitenkarte des Interviewers geben zu lassen. Dies zeugt in der USA von echtem Interesse und Professionalität.

Wie viel verdient man in den USA?

Der Verdienst in den USA ist natürlich wie in jedem anderen Land auch sehr abhängig von dem gewählten Arbeitsplatz und der Branche. Daher ist es nicht möglich hierfür eine pauschale Aussage zu treffen.

In den USA bekommst du dein Monatsgehalt anteilig wöchentlich ausbezahlt.

Um sich ein ungefähres Bild von dem zu erwartenden Einkommen machen zu können, möchten wir dir zunächst die Top 5 Berufe bezüglich des durchschnittlichen Jahresgehaltes zeigen.

  • Arzt: 176.000 €
  • Leitender Apotheker: 132.000 €
  • Zahnarzt: 130.000 €
  • Apotheker: 115.000 €
  • Unternehmensarchitekt: 111.500 €

Wie du in der Tabelle unschwer erkennen kannst, wirst du in der Medizin-Branche in der Regel am besten bezahlt. Wenn du nun nicht zu den Elite-Berufsgruppen zählst ist es natürlich interessant zu erfahren, wie viel Geld du in einem fundamentalen bzw. systemrelevanten Arbeitsfeld verdienst.

In den USA beträgt der Mindestlohn $7,25. (Bildquelle: 123rf / Bartolomiej Pietrzyk)

Eine Krankenschwester verdient im Schnitt jährlich umgerechnet 50.500 €. Kellner/innen verdienen 13.000 € plus Trinkgelder und Postboten 36.000 €. Bis auf den Bereich der Gastronomie sind diese Gehälter vergleichbar mit den deutschen Gehältern.

In den USA sind die Lebenserhaltungskosten wesentlich höher als in Deutschland.

Um all diese Bereiche zusammenzufassen, möchten wir dir das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt in den USA darstellen. Dieses beträgt ca. $61.000, das entspricht 53.000 €. Ein Deutscher verdient im Schnitt vergleichsweise 48.000 € brutto. Durch die höheren Kosten in den USA und die vergleichsweise zu niedrige Bezahlung in fundamentalen Berufen, hat ein Großteil der Amerikaner mehr als einen Job.

Welche Steuern und Versicherungen muss ich in den USA zahlen?

Die Thematik der Versicherungen und der Steuern sind Gebiete, mit welchem sich jeder früher oder später auseinandersetzen muss. Auch bei einem Umzug in die USA ist dies nötig. Auf was dabei genau zu achten ist erläutern wir dir in den folgenden Absätzen.

Steuern

Die Zahlung der Steuern werden grundsätzlich etwas anders gehandhabt als in Deutschland. Für den Aspekt des Arbeitens in der USA ist hierbei die Einkommenssteuer relevant. Diese variiert sehr stark zwischen den verschiedenen Bundesstaaten. Ein weiterer Faktor ist die Höhe des jährlichen Einkommens. Die Einkommenssteuer beträgt also je nach Berechnungsfaktoren zwischen 10 und 38,6 Prozent.

Alaska, Florida und Texas sowie 4 weitere Bundesstaaten erheben gar keine private Einkommenssteuer.

Als ausländischer Arbeiter in den USA musst du grundsätzlich mit keinem steuerlichen Nachteil rechnen, da die US-Regierung hierbei keinen Unterschied sieht. Die Höhe der Einkommenssteuer hängt in den USA davon ab, welchen „Resident-Status“ du hast, also ob du in dem Land wohnst oder nicht. Hierbei kommt es auf die Anzahl der Tage an, an denen du dich in den USA befindest. Um als Resident zu gelten musst du mehr als 183 Tage im Jahr in den USA verbringen.

Ein einigen Staaten gibt es keine privaten Einkommenssteuern. (Bildquelle: 123rf / Bartolomiej Pietrzyk)

Die zweite wichtige Steuerform ist die Mehrwertsteuer. In Deutschland beträgt diese bekanntlich 7 oder 19 %, je nach gekauftem Gut. In den USA beträgt sie zwischen 0 % (Delaware) und 8,75 % (Kalifornien und Texas). Ausnahmen können in manchen Bundesstaaten bei Kleidung und Schuhen gemacht werden.

Versicherung

Deutschland gilt als eines der Länder, mit dem besten Gesundheitssystemen der Welt. Gerade die Thematik der Krankenversicherung gilt in Deutschland als sehr komfortabel und ist sogar obligatorisch. Anders ist es in vielen anderen Ländern, wie auch der USA. Hier ist man zumeist nur krankenversichert, wenn man eine Arbeitsstelle hat. Sobald diese Stelle einmal nicht mehr da ist und der Amerikaner gekündigt wird, so besitzt die gesamte Familie keinen Versicherungsschutz mehr, wenn diese keine Zusatzversicherung hat.

Für deutsche, welche im Ausland arbeiten möchten gibt es verschiedene Wege sich zu versichern. Leider ist eine Änderung der aktuellen Krankenversicherung vonnöten, da diese meist nur bei einem Auslandsaufenthalt bis zu ein paar Monaten aktiv bleibt.

Das Angebot und die Preise für eine langfristige Ausland-Krankenversicherung können variieren und sollten daher von deiner Versicherung in Form einer Beratung eingeholt werden.

28 Mio.  Amerikaner hatten im Jahr 2018 keine Krankenversicherung.

Aber auch die Sozial-Versicherungen sind notwendig für ein Leben in den USA. Hier haben wir dir eine Auflistung aller Bereiche dargestellt, welche in der Sozial-Versicherung vom Arbeitgeber enthalten sind.

  • Arbeitslosenhilfe
  • Sozialhilfe
  • Altersrente
  • Hinterbliebenenrente
  • Versehrtenrente

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Arbeiten in den USA: Diese Jobs und Arbeitsfelder sind besonders gefragt

Im Folgenden möchten wir dir die Berufsgruppen zeigen, welche immer nach Personal suchen. Auf diese Weise kannst du abschätzen, wie gut deine Chance auf Arbeit in diesen Bereichen ist.

Work and Travel

Dieses Thema ist das beliebteste bei jungen Menschen, welche soeben die Schule beendet haben und die Welt erkunden wollen. Das Prinzip sieht vor, dass man bei einem Betrieb, einer Farm etc. Arbeit entrichtet und dafür etwas Geld und Obdach erhält.

Ein J1-Visum, welches du hierfür brauchst, ist bis zu 4 Monate gültig. Als Au-Pair sogar bis zu 12 Monate (Bildquelle: unsplash / Dino Reichmuth)

Das Reisen finanzierst du dir mit der Arbeit. Je nachdem welchen Arbeitgeber du vor dir hast, kannst du mit mehr oder weniger Geld rechnen. Auf Bauernbetrieben oder am Fließband verdienst du erfahrungsgemäß ganz gut.

Gesundheitsbereich

Der wohl am dringendsten benötigte Arbeitsplatz im Gesundheitsbereich ist der Beruf der Krankenschwester oder des Pflegers. Neben den Ärzten sind diese vor allem sehr wichtig für den koordinativen Ablauf und die durchgehende Behandlung von Patienten. Wenn du als Krankenschwester oder Pfleger in den USA arbeiten willst, solltest du vorher abklären, ob deine Qualifikationen in einem anderen Land übertragbar sind.

IT-Branche

In der heutigen digitalen Welt sind vor allem Berufe aus diesem Bereich essenziell. Zum anderen werden sie sehr gut bezahlt, speziell in der IT-Sicherheit. Doch mit einem hohen Gehaltspotenzial steigt auch die Konkurrenz in der Branche. Mit den jüngeren Generationen, den „Digital Natives“, steigt der Wunsch vieler in diesem Bereich Fuß zu fassen.

Gastronomie

In der Gastronomie stehen tendenziell sehr viele Stellen zur Verfügung. Das hängt einerseits damit zusammen, dass hierfür keine Schulabschlüsse benötigt werden und andererseits an der geringen Bezahlung. Zumeist arbeitet ein Kellner oder eine Kellnerin für den Mindestlohn. In der USA beträgt dieser 7,25 US-Dollar. Aus diesem Grund sind die Trinkgelder in den USA sehr wichtig für die Angestellten.

Logistik

Je nachdem, welche Richtung du hierbei einschlagen willst, musst du dich noch ausgiebig über die benötigten Qualifikationen informieren. Denn in den USA gibt es Lizenzen, welche es in Deutschland nicht braucht. Beispielsweise musst du in Deutschland nur über einen Führerschein besitzen, um ein Paket-Lieferant zu sein. In den USA ist dieser Berufsweg eine lizenzierte Arbeitsstelle. Generell gilt der Liefer- und Frachtverkehr als fundamentaler Beruf, weswegen dort so gut wie immer Personal gesucht wird.

Ein Hafenarbeiter verdient großteils sehr gut (Bildquelle: unsplash / Johan Taljaard)

Büroarbeit

Wenn es dich mehr in die Richtung der Büroarbeit zieht, dann sind vor allem Mitarbeiter im Kundenservice gesucht. Dies kann entweder die persönliche Beratung sein, oder die telefonische Beratung per Hotline. Hierfür benötigst du auf alle Fälle gute Englischkenntnisse, um Professionalität auszustrahlen. Natürlich gibt es branchenspezifisch noch viele weitere Möglichkeiten zu arbeiten.

Fazit

Wer in den USA leben und arbeiten möchte, muss einige Voraussetzungen erfüllen und Vorbereitungen treffen. Denn nicht jeder wird als qualifiziert oder notwendig in den USA angesehen. Hierfür gibt es für jede Art von Arbeitswilligen ein Visum, welches im begrenzten Maße herausgegeben wird.

Das Leben in den USA ist verständlicherweise mit einigen Veränderungen verbunden. So ist die Arbeitskultur dort eine andere und auch alle wichtigen Punkte wie Steuern, Versicherung und die Bezahlung ist anders getaktet. Um für Notfälle abgesichert zu sein, sind private Zusatzversicherungen sehr sinnvoll. Eine gründliche Recherche zu allen nötigen Themen ist hierbei nur anzuraten, um einen guten Start in den neuen Lebensabschnitt zu gewährleisten.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1]https://www.americandream.de/was-ist-die-greencard/

[2]https://www.e-fellows.net/Karriere/Bewerbung/International-bewerben/Bewerben-in-den-USA

[3]https://www.justlanded.de/deutsch/Vereinigte-Staaten/Artikel/Visa-Papiere/Einbuergerung-in-den-USA

Bildquelle: unsplash / Nik Shuliahin

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